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Die Geschichte der Gaserkennung: Kanarienvögel & Sicherheitslampen

Die Geschichte der Gaserkennung: Kanarienvögel & Sicherheitslampen

Im Bereich der Gaserkennung machen wir auf unbekannte Gasgefahren aufmerksam, denn wir können uns nicht immer nur auf unsere Sinne verlassen. Wie also kamen wir also zu dem Punkt, der es uns ermöglichte, uns mit Gaswarngeräten wie beispielsweise dem WatchGas QGM, dem Industrial Scientific Ventis-Pro oder mit Gaswarngeräten von anderen Herstellern schützen können? Wenn Sie mehr über uns erfahren möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

Ich möchte Sie auf eine kurze Reise durch die Geschichte der Gaserkennung mitnehmen:

Im frühen 19. Jahrhundert gab es den ersten bekannten „Gastester“ oder „Gasprüfer“. Aber eines vor weg, es war kein Gerät, so wie wir es heute kennen. Es wurde eine Person eingesetzt, die eine nasse Decke trug und mit einem Docht ausgestattet war, dessen Ende brannte. Sie bewegten den brennenden Docht an den Wänden der Mine entlang, und wenn es eine Gasquelle wie Methan gab, entzündete sich der Docht. Die feuchte Decke hielt den „Gasprüfer“ die meiste Zeit in Sicherheit. Manchmal jedoch führten große Methangasansammlungen dazu, dass der gesamte Bereich in Flammen aufging. Als die Bergbauindustrie erkannte, dass der Einsatz von Menschen als „Gaslecksucher" zu gefährlich war, suchten sie nach anderen Methoden. Das entsprach nicht gerade den heutigen Standards hinsichtlich der Sicherheit und des Arbeitsschutzes.

QGM and VentisPro

Singende Kanarienvögel

 Kanarienvogel 710x614

Für die nächste Methode wurden Kanarienvögel eingesetzt. Kanarienvögel wurden ausgewählt, weil der Teil ihres Nervensystems, der die Atmung steuert, dem des Menschen sehr ähnlich ist. Die Kanarienvögel sind auch dafür bekannt, dass sie ein lautes, melodiöses Zirpen von sich geben. Die Minenarbeiter brachten Kanarienvögel in Vogelkäfigen mit in die Stollen. Sie sahen regelmäßig nach den Singvögeln. Wenn ein Kanarienvogel anfing, an seinem Käfig zu rütteln oder aufhörte zu singen, signalisierte dies den Minenarbeitern, dass Methangas vorhanden war und sie den Bereich sofort evakuieren mussten. Das war schon ein Fortschritt, aber es war immer noch sehr riskant und konnte nur das Vorhandensein von Gas anzeigen, nicht jedoch, welche Art von Gas vorhanden war.

 

Sicherheitsgrubenlampe

 Davy lampDie nächste Innovation, die erfunden wurde, war der erste tragbare Gaswarner, welcher ohne ein lebendes Wesen auskam. Die Sicherheitsgrubenlampe auch Davy-Lampe mit Flammsieb genannt, wurde von Sir Humphrey Davy im Jahr 1815 erfunden. Die Lampe hatte eine Ölflamme, die auf bestimmte Höhen eingestellt werden konnte, um die Umgebungsluft zu beleuchten. Die Flamme war mit einem Drahtnetz umschlossen. Das Drahtnetz kapselte die Flamme ein und nahm die Wärme auf. Dadurch wurde verhindert, dass die Hitze der Flamme das Methan entzündete, da sie sich nicht durch das Drahtnetz ausbreiten konnte, um den Entzündungsprozess fortzusetzen. Die Minenarbeiter zündeten die Flamme immer in der Mitte eines Bereichs an, in dem ausreichend Frischluft vorhanden war. Wenn die Flamme kleiner wurde oder zu erlöschen begann, wussten die Minenarbeiter, dass es in dem Bereich an Sauerstoff mangelte, da Feuer Sauerstoff braucht, um zu brennen. Wenn die Flamme höher stieg, wussten sie, dass der Bereich sowohl Methan als auch Sauerstoff enthielt, da Methan sehr schnell mit Sauerstoff reagiert. Viele Industriezweige in den USA verwenden auch heute noch Gaslampen, um die Sicherheit ihrer Arbeitsbereiche zu gewährleisten.

 

Die moderne Ära der Gaserkennung

Die moderne Ära der Gaserkennung begann in den Jahren 1926-1927 mit der Entwicklung des Sensors für katalytische Verbrennungsprozesse ( UEG) durch Dr. Oliver Johnson. Dr. Johnson war ein Angestellter der Standard Oil Company in Kalifornien (heute Chevron). Er begann mit der Forschung und Entwicklung einer Methode zur Erkennung brennbarer Gasgemische in der Luft, um Explosionen in Kraftstofflagertanks zu verhindern. Ein Demonstrationsmodell wurde 1926 entwickelt und als Modell A bezeichnet. Das erste praktische "elektrische Dampfanzeigemessgerät" ging 1927 mit der Veröffentlichung des Modells B in Produktion.

Das weltweit erste Unternehmen für Gaserkennungsgeräte, Johnson-Williams Instruments (oder J-W Instruments), wurde 1928 in Palo Alto, CA von Dr. Oliver Johnson und Phil Williams gegründet. J-W Instruments gilt als das erste Elektronikunternehmen im Silicon Valley. In den folgenden 40 Jahren leistete J-W Instruments Pionierarbeit für viele "Neuheiten" im modernen Zeitalter der Gaserkennung, einschließlich der Herstellung kleinerer und tragbarerer Geräte, der Entwicklung eines tragbaren Sauerstoffdetektors sowie des ersten Kombinationsgeräts, das sowohl brennbare Gase/Dämpfe als auch den Mangel an Sauerstoff erkennen konnte.

Vor der Entwicklung elektronischer Kohlenmonoxid-Warngeräte für den Haushalt in den 1980er und 1990er Jahren wurde das Vorhandensein von Kohlenmonoxid mit einem chemisch behandelten Papier nachgewiesen, das sich bei Kontakt mit dem Gas braun färbte. Seitdem wurden viele elektronische Technologien und Geräte entwickelt, die das Ausströmen einer Vielzahl von Gasen erkennen, überwachen und Alarm auslösen konnten.

Da sich die Kosten und die Leistungsfähigkeit elektronischer Gassensoren verbessert haben, wurden sie in eine Vielzahl von Systemen integriert. Heute schützen uns all jene Gaswarnsysteme und bieten uns Sicherheit sowie Schutz bei sämtlichen Arbeitsprozessen, in denen man einem Gas oder gefährlichen Dämpfen ausgesetzt sein kann.  

 

Prüfröhrchen: Altmodisch oder von Zeit zu Zeit auch äußerst nützlich?

Viele Gase sind mit elektrischen Komponenten nachweisbar, z. B. VOCs mit einem PID, Kohlenwasserstoffe und CO2 mit einem Infrarotsensor.

Aber was ist mit den Gasen, die wir mit einem tragbaren oder festinstallierten System nicht erkennen können? Dafür sind die Prüfröhrchen bestens geeignet. Sie sehen zwar ziemlich altmodisch aus, aber die Röhren sind unglaublich nützlich für Gase, die mit einem Sensor nur schwer zu erfassen sind oder die eine hohe Querempfindlichkeit aufweisen. Die menschliche Komponente in der Messung kann garantieren, dass sie so verwendet werden, wie sie verwendet werden sollen. Prüfröhrchen müssen nicht kalibriert werden, Gaswarngeräte müssen jedoch kalibriert werden, um richtig zu funktionieren!

 

Möchten Sie noch mehr über die Gaserkennung wissen? Kontaktieren Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch in Köln unter 0221-17089410 oder in Hamburg unter 040-23881812.

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Information

7Solutions verfügt über eine eigene Service- und Wartungsabteilung, in der wir jedes Gaswarngerät warten können, unabhängig von Marke und Alter.

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