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Das MiniRae 3000 von Honeywell - Unser Fazit zum PID

Das MiniRae 3000 von Honeywell - Unser Fazit zum PID

Neues aus der Werkstatt - das MiniRae 3000 von Honeywell

Diese Geräte sind häufige Gäste in unseren Werkstätten in allen Niederlassungen, gefühlt liegen sie überall rum. Nicht weil sie so anfällig sind und öfter repariert werden müssen als andere, sondern weil wir einfach viele davon zur Kalibrierung zugeschickt bekommen.

Die PID Technik ermöglicht die Messung von flüchtigen organischen Verbindungen mittels Photoionisation. Weltweit werden immer mehr Gaswarngeräte mit PID Sensoren eingesetzt, weil sie sehr zuverlässig Kohlenwasserstoffe messen und im Verhältnis zu anderen Messverfahren bezahlbar sind. Schade, dass gerade Deutschland als Technologie-Vorreiter in so vielen Bereichen, was das anbelangt, einen enormen Nachholbedarf hat. Selbst im europäischem Vergleich sind wir diesbezüglich ein trauriges Schlusslicht. Die Firma RAE Systems hat von Anfang an in Sachen PID Technik, die Maßstäbe gesetzt und RAE ist nun mal kein deutscher Hersteller. Jahrzehnte später ist RAE immer noch der Marktführer und das MiniRae 3000 dabei das Standardmodell. Die weltweit unangefochtene Nummer eins.

Was zeichnet diese Konstruktion aus? Ich frage Zeeshan, unseren Techniker in Köln. Er macht den Service von RAE Geräten bereits seit vielen Jahren. PID Geräte hat er schon in seiner Zeit als Honeywell Techniker in Dubai täglich auf seinen Tisch gehabt und kennt das Dreitausender auswendig. „Es ist seine Ausgereiftheit.“, sagt Zeeshan. „Die Messzelle, die Lampe und die Abstimmung aller Komponenten aufeinander wurden seit Dutzenden Jahren immer wieder optimiert. Das Gehäuse ist extrem robust und die Bedienung durchdacht. Wir haben mal ein Exemplar bekommen, das ist aus 22 Metern runter gefallen. Unglaublich, dass wir es wieder reparieren konnten. Es mussten natürlich diverse Komponenten ausgetauscht werden, aber es war weit von einem Totalschaden entfernt. Die Reparatur hat nur einen Bruchteil des Neupreises gekostet. Das ist noch gute, alte Qualität.“

Wo ist da der Haken, hat das MiniRae 3000 denn gar keine Schwächen? „Es könnte kleiner sein“ sagt Zeeshan und schmunzelt. In der Tat mutet der Name „Mini“ eher ironisch an in Bezug auf ein Gerät mit stadtlichen 740 g und 25,5 cm Länge. Es dürfte zu den größten Brocken unter den Gaswarngeräten zählen, vielleicht ist es gar das Größte überhaupt. Wieso dann "Mini"? Diese Bezeichnung stammt noch aus einer Zeit in der PID Geräte eher einem Kühlschrank als einem Smartphone ähnelten...

Haben Sie Fragen zu PIDs, RAE, Wartung? Wir helfen gerne!

- Irek Warmowski -

 

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Die Hersteller kochen bei technischen Bezeichnungen oft Ihr eigenes Süppchen. Wir bringen Licht ins Dunkel...

7Solutions in Gasdetection: das ist unsere Unternehmensphilosophie
Das Dräger X-AM 5600 - Eines der beliebtesten Multigaswarngeräte.

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Das Dräger X-AM 5600 - Eines der beliebtesten Multigaswarngeräte.

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Ein sehr handliches Gerät mit angenehmer Haptik und einer breiten Auswahl an Sensoren. Unser Techniker Christian wartet sie gerne und in all den Jahren in der Werkstatt, konnte er sich mit allen Feinheiten der X-AM Serie vertraut machen. Was zeichnet das X-AM 5600 aus, wenn man es aus der Sicht eines Servicetechnikers betrachtet?

Die Bedienung ist durchdacht und simpel, die Verarbeitungsqualität hervorragend. Allgemein bereiten die Geräte wenig Probleme. Die EC Sensoren von Dräger sind nicht nur kleiner als die üblichen Fabrikate, sondern auch langlebig und stabil. Lediglich der Ex Sensor in der katalytischen Version kann da nicht ganz mithalten. Seine Platinwendel verfügt über einen kleineren Durchmesser, was zwar stromsparend, dadurch jedoch weniger belastbar und haltbar ist. Allerdings bietet der Hersteller optional noch einen Ex Sensor in der IR Version an. Dieser ist teuer, aber dafür robust und pflegeleicht. Eine feine Sache. Viele Kunden erwähnen positiv die Größe und Gewicht des Gehäuses. Der Look im Stil eines Nokia 6210 schafft Vertrauen. Es ist lediglich 250 Gramm schwer, 130mm lang und bietet dennoch die Möglichkeit bis zu 6 Gase gleichzeitig zu messen. Das sind klare Pluspunkte. Vom vielseitigen Dräger Zubehör mal ganz abgesehen. Schließlich gehören das X-AM 5600 und sein kleiner Bruder, das X-AM 2500 nicht ohne Grund zu den Bestsellern in Deutschland.

Was könnte man verbessern? Natürlich abgesehen von den Preisen für das Gerät, die (ebenfalls sehr gute) Kalibrierstation X-Dock und Ersatzteile, die preislich genauso zu der Spitze gehören wie bei den Stückzahlen. Die Lösung mit der aufsteckbaren Pumpe ist Geschmackssache, sagt Christian. Wenn man nur im Diffusionsmodus arbeitet, also ohne Pumpe, dann ist alles bestens. Allerdings ist die Nutzung der Pumpe in dieser Geräteklasse schon nahezu obligatorisch und gerade diese Konfiguration wird von den Nutzen häufig moniert. Zum einen hat sich der Vorteil der geringen Größe damit komplett erledigt, denn mit aufgesteckter Pumpe wird daraus ein echter „Oschi“. Zum anderen benötigt die Pumpe eine separate Stromversorgung, man muss also zwei Geräte laden. Und auch zwei Geräte warten, was einen höheren Aufwand und mehr laufende Kosten verursacht. Ist das X-AM dann also dennoch ein empfehlenswertes Gerät? Auf jeden Fall. Wie in der Gaswarntechnik üblich, kommt es immer auf die Anwendung an. Spielt das Budget eine untergeordnete Rolle und wird die Pumpe selten eingesetzt, dann bekommt man ein ausgereiftes, bewährtes Gerät mit einer enormen Auswahl an langlebigen EC-Sensoren.

Haben Sie Fragen zu der X-AM Serie? Wir beraten Sie gerne.

- Irek Warmowski -

 

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Die Hersteller kochen bei technischen Bezeichnungen oft Ihr eigenes Süppchen. Wir bringen Licht ins Dunkel...

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Bumm… oder was? Die Hersteller kochen bei technischen Bezeichnungen oft Ihr eigenes Süppchen.

Bumm… oder was? Die Hersteller kochen bei technischen Bezeichnungen oft Ihr eigenes Süppchen.

Eine unserer Stärken ist die enorme Auswahl an verschiedenen Gaswarngeräten. Nahezu alle Marken und Modelle können wir tendenziell liefern, allerdings sind damit auch gewisse Herausforderungen verbunden. Eine davon betrifft die Neigung der Hersteller bei technischen Bezeichnungen ein eigenes Süppchen zu kochen.

Nehmen wir als Beispiel einen Sensor, der explosive Gase detektiert. Meistens wird dieses Bauteil, einfach nur EX-Sensor genannt. EX für explosiv, ziemlich einfach, oder? Was kann da schon schief gehen? Eine ganze Menge. Ich kann mich noch daran erinnern, als mich vor etwa 5 Jahren unsere neue Sachbearbeiterin anrief und sagte: „Irek, der Hersteller hat uns den falschen Ersatzsensor geschickt, was mache ich jetzt?“ Ich fragte sie nach den Einzelheiten. „Wir haben einen CH4 Sensor bekommen, aber einen EX Sensor bestellt“. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, sagte aber beruhigend: „Das ist schon ok, ich glaube der tut´s auch“. Später habe ich sie aufgeklärt, dass CH4 für Methan steht. Dieses ist ein explosives Gas, deshalb wird auch die entsprechende Sensorik gelegentlich so bezeichnet. Manchmal aber auch UEG. Dies bedeutet „untere Explosionsgrenze“ und ist ebenfalls häufig als Sensor-Bezeichnung anzutreffen. Genau wie das englische Pendant, also LEL für „low explosion level“. Die Kollegen von Dräger nennen es Cat-Ex, wenn es ein Sensor katalytischer Bauart ist. Der Infrarot-Sensor wird dann IR-Ex genannt. Bei ISC werden Sensoren oft auf Pentan kalibriert, dann steht eben „Pentan“ bzw. C5H12 drauf. Manche Feuerwehren bevorzugen Propan, dann haben wir eben ein C3H8 Sensor. Gelegentlich hört man den Begriff „Nonan-Kalibrierung“, wobei man durchaus streiten könnte, ob Nonan überhaupt ein Gas ist. Aber das ist eine andere Geschichte. Bei Honeywell ist manchmal von einem „Pellistor“ die Rede, woanders sagt man auch „Wärmetönungssensor“ dazu.

Wie man bereits merkt, hat das Kind viele Namen und ich bin mir fast sicher, dass mir noch der ein oder andere entgangen ist. Gar nicht so einfach diese Gaswarntechnik… 😉


Haben Sie Fragen zu ? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

- Irek Warmowski -

 

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Information

7Solutions verfügt über eine eigene Service- und Wartungsabteilung, in der wir jedes Gaswarngerät warten können, unabhängig von Marke und Alter.

Unser Unternehmen ist ISO 9001 zertifiziert.

Dekra ISO 9001

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