Mit Stolz präsentierten uns die Kollegen von Dräger im Oktober 2017 das neue Flaggschiff ihrer Marke.

Auf den Nachfolger des Erfolgsmodells X-AM 7000 waren wir sehr gespannt. Seit gefühlten 150 Jahren verrichtet dieses beliebte Gaswarngerät seinen Dienst mit dem Charme eines Volvo 740 Kombi. Unauffällig, präzise und zuverlässig. Selbst im hohen Alter zählt es noch zu den besten Gaswarngeräten für anspruchsvolle Anwendungen. Die Liste der Schwachpunkte des X-AM 7000 ist dabei eher kurz. Selbst das altbackene Design störte kaum jemanden, die meisten Nutzer wünschten sich allerdings ein kleineres und leichteres Gehäuse und einen PID Sensor, der diesen Namen auch verdient. Nun soll das neue X-AM 8000 alles besser machen können.

Der erste Eindruck war vielversprechend. Das Gehäuse bekam eine kleinere und deutlich modernere Form, erfüllt aber dennoch die IP 67 Norm. Sowohl das Gewicht als auch das Volumen betragen etwa die Hälfte des Vorgängers, somit ist es endlich auch am Gürtel tragbar. Das Display ist groß, gut ablesbar und in Farbe. Die Betriebszeit wurde erhöht und statt nur 5 sind jetzt bis zu 7 Gase gleichzeitig messbar, darunter VOC´s mit einem neu entwickeltem und leistungsfähigem PID Sensor. Optional kann man das Gerät per Bluetooth mit einem Android-Smartphone verbinden und mit einer speziellen Dräger-App bedienen. Geladen wird induktiv, eine Freimessung wird durch einen Assistenten erleichtert.

Nach so viel Vorschusslorbeeren waren wir natürlich gespannt auf das fertige Endprodukt. Seit Frühjahr 2018 war es im Katalog, ein paar Wochen später kamen die ersten Bestellungen. Im August erhielten wir die ersten Exemplare und haben sie (wie immer bei 7 Solutions) erstmal überprüft und kalibriert. Die Verarbeitung macht auch im Inneren des Gehäuses einen soliden, wertigen Eindruck. Der Aufbau ist logisch und servicefreundlich. Die Sensorik spricht schnell und präzise an. Braucht man wirklich ein hochauflösendes Farbdisplay und eine Android-App mit einer Cloudlösung? Für die jüngeren Nutzer wohl eine Selbstverständlichkeit, für die Erfahrenen vermutlich nur eine nette Beigabe. Einen echten Wettbewerbsvorteil sehe ich in dem CSE Assistenten. Die Freimessung von geschlossenen und engen Räumen ist ein wichtiges und komplexes Thema. Nicht zuletzt deshalb sind unsere Seminare fürs Freimessen so beliebt. Darüber hat sich Dräger offensichtlich viele Gedanken gemacht und die Bedienung des X-AM 8000 für diesen Zweck erheblich erleichtert. Man wird nahezu idiotensicher durch den Freimessvorgang geführt, was dabei hilft Fehler zu vermeiden. Ein Seminar wird dadurch nicht überflüssig, aber es ist ein guter Beitrag zur Verbesserung der Arbeitssicherheit. Die induktive Ladung ist einfach nur zeitgemäß und sinnvoll. Die Möglichkeit bis zu 7 Gase gleichzeitig zu messen macht das X-AM extrem flexibel. Den neuen PID Sensor haben wir in der Praxis noch nicht getestet, die Papierform ist allerdings vielversprechend. Ist das X-AM 8000 nun perfekt? Eine eingebaute Pumpe, die man auf Knopfdruck abschalten kann, wäre die Krönung, aber das bietet ohnehin nur GMI mit dem PS 500. Einen niedrigeren Preis? Den hat wohl niemand aus dem Hause Dräger erwartet, es gibt genug andere Preiskracher auf dem Markt. Dräger bleibt premium.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum neuen X-AM 8000? Benötigen Sie einen Wartungsservice oder eine Schulung dazu? Kontaktieren Sie uns, wir helfen gerne.

Draeger X AM 8000

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